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DHA (Docosahexaensäure): Was ist diese Omega-3-Fettsäure und wo kommt sie vor?

DHA Docosahexaensäure als Omega-3-Fettsäure mit natürlichen Quellen wie Fisch, Meeresfrüchten und Mikroalgen

DHA (Docosahexaensäure): Was ist diese Omega-3-Fettsäure und wo kommt sie vor?

Wer sich mit Omega-3-Fettsäuren beschäftigt, begegnet häufig drei Abkürzungen: ALA, EPA und DHA.

Nach unserem Blick auf EPA widmen wir uns nun einem weiteren bekannten Vertreter der Omega-3-Familie: DHA.

DHA steht für Docosahexaensäure (englisch: Docosahexaenoic Acid). Sie gehört zu den langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren und kommt insbesondere in marinen Quellen vor.

Doch was genau ist DHA? Wo kommt Docosahexaensäure natürlich vor? Was unterscheidet DHA von EPA und ALA? Enthält jedes Fischöl dieselbe Menge DHA? Und welche Rolle spielen Mikroalgen bei DHA-Nahrungsergänzungsmitteln?

Was ist DHA?

DHA ist die international gebräuchliche Abkürzung für:

Docosahexaensäure

beziehungsweise auf Englisch:

Docosahexaenoic Acid.

DHA ist eine langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäure aus der Omega-3-Familie.

Ihre chemische Kurzbezeichnung lautet:

22:6 n-3

Das bedeutet vereinfacht:

  • 22 Kohlenstoffatome,
  • 6 Doppelbindungen,
  • Zugehörigkeit zur Omega-3-Familie.

Damit besitzt DHA eine andere chemische Struktur als EPA oder ALA.

Ist DHA dasselbe wie Omega-3?

Nein.

Omega-3 ist der Oberbegriff für eine Familie verschiedener Fettsäuren.

Zu den bekanntesten gehören:

  • ALA – Alpha-Linolensäure
  • EPA – Eicosapentaensäure
  • DHA – Docosahexaensäure

DHA ist also eine Omega-3-Fettsäure, aber Omega-3 besteht nicht ausschließlich aus DHA.

Diese Unterscheidung ist besonders beim Vergleich von Nahrungsergänzungsmitteln wichtig.

Steht auf einem Produkt beispielsweise lediglich „Omega-3“, lässt sich daraus noch nicht ableiten, wie viel DHA tatsächlich enthalten ist.

Wo kommt DHA natürlich vor?

DHA kommt insbesondere in Fisch und anderen marinen Lebensmitteln vor.

Zu den bekannten Quellen langkettiger Omega-3-Fettsäuren gehören beispielsweise:

  • Lachs,
  • Makrele,
  • Hering,
  • Sardinen,
  • Thunfisch,
  • Forelle,
  • verschiedene andere Fische und Meeresprodukte.

Der DHA-Gehalt ist jedoch nicht bei allen Fischarten identisch.

Auch Faktoren wie Fischart, Ernährung und Herkunft können Einfluss auf das jeweilige Fettsäureprofil haben.

Welche Rolle spielen Mikroalgen bei DHA?

Bei der Herkunft mariner Omega-3-Fettsäuren sind Mikroalgen besonders interessant.

EPA und DHA werden am Anfang der marinen Nahrungskette von bestimmten Mikroalgen gebildet. Über die Nahrungskette gelangen diese Fettsäuren in andere Meeresorganismen und schließlich auch in Fische.

Für Nahrungsergänzungsmittel muss DHA deshalb nicht zwangsläufig aus Fischöl stammen.

Bestimmte Mikroalgen können direkt zur Herstellung von Algenöl verwendet werden.

Je nach Rohstoff und Produkt kann ein Algenöl hauptsächlich DHA oder eine Kombination aus DHA und EPA enthalten.

Was ist DHA aus Algenöl?

Algenöl hat sich als alternative Quelle für langkettige Omega-3-Fettsäuren etabliert.

Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich je nach:

  • verwendeter Mikroalge,
  • Herstellungsverfahren,
  • Konzentration,
  • Produktformulierung.

Manche Produkte konzentrieren sich hauptsächlich auf DHA, während andere sowohl DHA als auch EPA enthalten können.

Deshalb sollte auch bei einem Algenöl-Nahrungsergänzungsmittel die tatsächliche Mengenangabe auf dem Etikett betrachtet werden.

Enthält Fischöl DHA?

Ja. Viele Fischöle enthalten sowohl DHA als auch EPA.

Die jeweiligen Mengen können jedoch erheblich variieren.

Deshalb sollte man zwischen vier Angaben unterscheiden:

Fischöl insgesamt

Omega-3 insgesamt

EPA

DHA

Diese Werte sind nicht identisch.

Die bloße Angabe einer großen Fischölmenge auf der Vorderseite einer Verpackung sagt deshalb noch nicht aus, wie viel DHA das Produkt tatsächlich enthält.

Sind 1000 mg Fischöl gleich 1000 mg DHA?

Nein.

Wenn auf einem Nahrungsergänzungsmittel beispielsweise steht:

1000 mg Fischöl

bezeichnet dies zunächst die Gesamtmenge des verwendeten Öls.

Das bedeutet nicht:

1000 mg DHA

und auch nicht automatisch:

1000 mg EPA + DHA.

Ein Fischöl enthält verschiedene Fettsäuren und weitere Bestandteile.

Ein Etikett könnte beispielsweise separat ausweisen:

Fischöl: 1000 mg
Omega-3-Fettsäuren: … mg
EPA: … mg
DHA: … mg

Die tatsächlichen Werte sind produktspezifisch.

Für den Vergleich zweier DHA-Produkte ist deshalb die DHA-Menge pro Portion wesentlich aussagekräftiger als die Gesamtmenge des verwendeten Fischöls.

DHA und EPA – was ist der Unterschied?

EPA und DHA gehören beide zu den langkettigen Omega-3-Fettsäuren, sind jedoch chemisch unterschiedliche Moleküle.

EPA – Eicosapentaensäure

Chemische Kurzbezeichnung:

20:5 n-3

EPA besitzt 20 Kohlenstoffatome und fünf Doppelbindungen.

DHA – Docosahexaensäure

Chemische Kurzbezeichnung:

22:6 n-3

DHA besitzt 22 Kohlenstoffatome und sechs Doppelbindungen.

Ein Fischöl kann beide Fettsäuren gleichzeitig enthalten.

Das Verhältnis von EPA zu DHA ist jedoch nicht bei jedem Produkt gleich.

Was bedeutet das EPA-DHA-Verhältnis?

Bei Omega-3-Produkten werden EPA und DHA häufig getrennt angegeben.

Beispielsweise kann ein Produkt mehr EPA als DHA enthalten, während bei einem anderen Produkt DHA mengenmäßig stärker vertreten ist.

Es gibt außerdem Produkte, die gezielt mit einem höheren Anteil einer bestimmten Omega-3-Fettsäure formuliert werden.

Deshalb sollte man beim Vergleich nicht nur fragen:

„Wie viel Omega-3 enthält das Produkt?“

sondern genauer:

„Wie viel EPA und wie viel DHA enthält die angegebene Portion?“

DHA und ALA – was ist der Unterschied?

ALA (Alpha-Linolensäure) gehört ebenfalls zur Omega-3-Familie, unterscheidet sich jedoch deutlich von DHA.

ALA besitzt die chemische Kurzbezeichnung:

18:3 n-3

und kommt insbesondere in pflanzlichen Lebensmitteln vor.

Bekannte ALA-Quellen sind:

  • Leinsamen,
  • Leinöl,
  • Chiasamen,
  • Walnüsse,
  • bestimmte Pflanzenöle.

DHA wird dagegen insbesondere mit marinen Quellen und Mikroalgen in Verbindung gebracht.

Deshalb sind Leinöl und DHA-Öl nicht dasselbe, obwohl beide mit dem Begriff Omega-3 verbunden werden können.

Kann der Körper ALA in DHA umwandeln?

Der menschliche Körper kann ALA über mehrere Stoffwechselschritte zunächst in EPA und anschließend weiter in DHA umwandeln.

Diese Umwandlung ist jedoch begrenzt. Das NIH beschreibt die gesamte Umwandlung von ALA zu den längerkettigen Formen EPA und DHA als sehr gering.

Deshalb sollte eine bestimmte Menge ALA nicht rechnerisch mit derselben Menge DHA gleichgesetzt werden.

Ein Leinölprodukt mit ALA und ein Algen- oder Fischölprodukt mit direkt enthaltenem DHA weisen unterschiedliche Fettsäureprofile auf.

Welche Nahrungsergänzungsmittel können DHA enthalten?

DHA findet man in verschiedenen Kategorien von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln.

Fischöl (Fish Oil)

Viele Fischöle enthalten eine Kombination aus EPA und DHA.

Lachsöl (Salmon Oil)

Lachsöl kann ebenfalls EPA und DHA in produktspezifischen Mengen enthalten.

Lebertran (Cod Liver Oil)

Lebertran kann EPA und DHA enthalten. Zusätzlich können bei Cod-Liver-Oil-Produkten die enthaltenen Mengen an Vitamin A und Vitamin D relevant sein.

Krillöl (Krill Oil)

Auch Krillöl kann EPA und DHA enthalten. Seine Lipidzusammensetzung unterscheidet sich jedoch von klassischem Fischöl.

Algenöl (Algae Oil)

Bestimmte Algenöle liefern DHA direkt. Einige Produkte enthalten zusätzlich EPA.

Damit stellt Algenöl eine wichtige nicht-fischbasierte Quelle für DHA dar.

Ist DHA aus Algen dasselbe Molekül wie DHA aus Fischöl?

Die Bezeichnung DHA beschreibt die Fettsäure Docosahexaensäure unabhängig davon, ob sie beispielsweise aus Fisch- oder Algenöl stammt.

Die fertigen Öle sind dadurch allerdings nicht identisch.

Fischöl und Algenöl können sich unterscheiden hinsichtlich:

  • Gesamtfettsäureprofil,
  • Verhältnis von EPA und DHA,
  • Konzentration,
  • weiterer Bestandteile,
  • Verarbeitung,
  • Darreichungsform.

Deshalb sollte das gesamte Produkt betrachtet werden und nicht ausschließlich das Wort „DHA“.

Was bedeutet „High DHA“?

Auf internationalen Nahrungsergänzungsmitteln findet man gelegentlich Bezeichnungen wie:

High DHA

DHA Rich

oder

DHA Concentrate.

Solche Bezeichnungen sollten nicht die konkrete Mengenangabe ersetzen.

Für einen Produktvergleich ist wesentlich interessanter:

Wie viele Milligramm DHA enthält eine Kapsel beziehungsweise die angegebene Tagesportion?

Auch die enthaltene EPA-Menge sollte berücksichtigt werden, sofern EPA Bestandteil des Produktes ist.

Was bedeuten TG, rTG und EE bei DHA-Produkten?

Bei Fischölprodukten können zusätzliche Bezeichnungen zur Form der enthaltenen Fettsäuren auftauchen.

TG – Triglyceride

Triglyceride sind eine natürliche Form, in der Fettsäuren in Fetten und Ölen vorkommen.

rTG – re-esterifizierte Triglyceride

Diese können im Rahmen der Verarbeitung beziehungsweise Konzentration von Fischölen entstehen.

EE – Ethylester

Bei dieser Form liegen die Fettsäuren als Ethylester vor.

Diese Begriffe beschreiben die Form beziehungsweise Verarbeitung des Öls und dürfen nicht mit der eigentlichen DHA-Menge verwechselt werden.

DHA als flüssiges Öl oder in Kapseln?

DHA-haltige Nahrungsergänzungsmittel können in verschiedenen Darreichungsformen angeboten werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • flüssiges Fischöl,
  • flüssiges Algenöl,
  • Softgel-Kapseln,
  • konzentrierte Omega-3-Produkte.

Bei Kapselprodukten sollte zusätzlich geprüft werden, aus welchem Material die Kapselhülle besteht.

Dies kann insbesondere dann relevant sein, wenn ein Produkt gezielt ohne Zutaten tierischen Ursprungs gesucht wird.

Ist jedes Algenöl vegan?

Das Öl selbst kann aus Mikroalgen gewonnen werden.

Ob das komplette Nahrungsergänzungsmittel vegan ist, hängt jedoch auch von weiteren Bestandteilen ab.

Bei Kapseln sind beispielsweise zu berücksichtigen:

  • Kapselhülle,
  • Hilfsstoffe,
  • weitere Zutaten.

Deshalb sollte die Vegan-Eigenschaft eines konkreten Produktes anhand seiner vollständigen Kennzeichnung geprüft werden.

Worauf sollte man bei einem DHA-Nahrungsergänzungsmittel achten?

Beim Vergleich verschiedener Produkte sind insbesondere folgende Angaben interessant:

1. DHA-Menge pro Portion

Wie viele Milligramm DHA enthält die tatsächlich empfohlene Portion?

2. EPA-Menge

Enthält das Produkt zusätzlich EPA?

3. Gesamt-Omega-3

Welche Gesamtmenge an Omega-3-Fettsäuren wird angegeben?

4. Ölquelle

Stammt das DHA beispielsweise aus Fischöl oder Algenöl?

5. Ölmenge

Wie viel Öl enthält eine Kapsel beziehungsweise Portion insgesamt?

6. Portionsgröße

Beziehen sich die Angaben auf eine oder mehrere Kapseln?

7. Weitere Inhaltsstoffe

Welche zusätzlichen Zutaten enthält das Produkt?

8. Darreichungsform

Handelt es sich um Softgels, andere Kapseln oder flüssiges Öl?

Damit lässt sich ein Produkt wesentlich genauer beurteilen als allein anhand einer großen „Omega-3“- oder „DHA“-Aufschrift auf der Vorderseite.

Häufig gestellte Fragen zu DHA (FAQ)

Was ist DHA?

DHA steht für Docosahexaensäure. Sie ist eine langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäure aus der Omega-3-Familie.

Wofür steht die Abkürzung DHA?

DHA steht für Docosahexaensäure, auf Englisch Docosahexaenoic Acid.

Ist DHA eine Omega-3-Fettsäure?

Ja. DHA gehört zusammen mit unter anderem EPA und ALA zur Familie der Omega-3-Fettsäuren.

Wo kommt DHA natürlich vor?

DHA kommt insbesondere in Fisch und anderen marinen Lebensmitteln vor. Bestimmte Mikroalgen bilden ebenfalls DHA und können als Ausgangsmaterial für Algenöl verwendet werden.

Enthält Fischöl DHA?

Ja. Viele Fischöle enthalten sowohl DHA als auch EPA. Die Mengen und das Verhältnis beider Fettsäuren unterscheiden sich je nach Produkt.

Sind 1000 mg Fischöl gleich 1000 mg DHA?

Nein. Die Angabe „1000 mg Fischöl“ beschreibt die Gesamtmenge des Öls und nicht die darin enthaltene DHA-Menge.

Was ist der Unterschied zwischen DHA und EPA?

DHA und EPA sind zwei unterschiedliche langkettige Omega-3-Fettsäuren. DHA wird chemisch als 22:6 n-3 bezeichnet, EPA als 20:5 n-3.

Was ist der Unterschied zwischen DHA und ALA?

ALA ist eine Omega-3-Fettsäure, die vor allem in pflanzlichen Quellen wie Leinöl vorkommt. DHA kommt insbesondere in marinen Quellen und bestimmten Mikroalgen vor.

Enthält Leinöl DHA?

Leinöl ist vor allem eine Quelle für ALA. Es ist keine direkte DHA-Quelle und sollte deshalb nicht mit DHA-haltigem Fisch- oder Algenöl gleichgesetzt werden.

Kann Algenöl DHA enthalten?

Ja. Bestimmte Mikroalgen werden zur Herstellung DHA-haltiger Öle verwendet. Einige Algenölprodukte können zusätzlich EPA enthalten.

Ist DHA aus Algen dasselbe wie DHA aus Fisch?

DHA bezeichnet in beiden Fällen Docosahexaensäure. Die jeweiligen Fisch- und Algenölprodukte können sich jedoch in ihrem gesamten Fettsäureprofil und weiteren Bestandteilen unterscheiden.

Enthält Lachsöl DHA?

Lachsöl kann DHA und EPA enthalten. Die tatsächlichen Mengen unterscheiden sich je nach Produkt.

Enthält Lebertran DHA?

Ja. Lebertran beziehungsweise Cod Liver Oil kann DHA und EPA enthalten. Zusätzlich können Vitamin A und Vitamin D enthalten sein.

Enthält Krillöl DHA?

Krillöl kann sowohl DHA als auch EPA enthalten. Zusammensetzung und Mengen hängen vom jeweiligen Produkt ab.

Was bedeutet „High DHA“?

Die Bezeichnung weist üblicherweise auf einen höheren DHA-Anteil des betreffenden Produktes hin. Für einen genauen Vergleich sollte jedoch die konkrete DHA-Menge pro Portion geprüft werden.

Was sollte man auf dem Etikett eines DHA-Produktes prüfen?

Besonders relevant sind DHA pro Portion, EPA-Gehalt, Gesamt-Omega-3, Ölquelle, Portionsgröße, weitere Zutaten und Darreichungsform.

Fazit: DHA als eigenständige Omega-3-Fettsäure verstehen

DHA (Docosahexaensäure) gehört zur Familie der langkettigen Omega-3-Fettsäuren und besitzt die chemische Kurzbezeichnung 22:6 n-3.

DHA kommt insbesondere in marinen Lebensmitteln vor. Eine weitere direkte Quelle sind bestimmte Mikroalgen, aus denen DHA-haltige Algenöle hergestellt werden können. Fisch erhält EPA und DHA wiederum über die marine Nahrungskette.

Für Nahrungsergänzungsmittel ist vor allem eine Unterscheidung wichtig:

Die Gesamtmenge eines Öls ist nicht mit der enthaltenen DHA-Menge gleichzusetzen.

1000 mg Fischöl bedeuten also nicht automatisch 1000 mg DHA.

Wer verschiedene DHA-Produkte vergleichen möchte, sollte deshalb die tatsächlich ausgewiesene DHA-Menge pro Portion, EPA, Gesamt-Omega-3, die verwendete Ölquelle und die Portionsgröße betrachten.

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